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Online Geld sammeln – Die 16 besten Finanztools für euer Projekt

Okt 5, 2021 | 0 Kommentare

Ihr habt ein großartiges Projekt und freut euch, damit loszulegen.  Aber wie verwaltet ihr als Gruppe das Geld? Das Sparschwein könnt ihr getrost vergessen, denn es gibt viele Apps oder Onlineplattformen, die euch helfen können.

Wir haben hier einige Tools aufgelistet, die ihr als virtuelle Sammeltöpfe nutzen könnt, um Geld online zu sammeln oder zu verwalten.

Die Tools lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

1. Spenden sammeln oder Crowdfunding
2. Aufteilen von gemeinsamen Ausgaben für Geburtstage, Ausflüge und andere gemeinsame Ereignisse
3. Gemeinsam Geld verwalten.

1. Spenden sammeln oder Crowdfunding

Gofundme
Auf der Plattform könnt ihr eine Kampagne erstellen und Spenden sammeln – für Menschen und Projekte, die euch wichtig sind. Es können Kampagnen für Medizinisches, Notfälle, Tiere, Nonprofit Organisationen, Bildung, Gedenkfeiern, Umwelt, lokale Projekte, Sport, Kreatives, Ehrenamt und Reisen erstellt werden.
Um eine Kampagne zu starten, muss man ein Spendenziel und den Namen der Kampagne festlegen und anschließend ein Foto oder Video und eine Beschreibung hinzufügen. Die Kampagne soll dann durch E-Mails, SMS und soziale Medien verbreitet werden.

Betterplace
Auch Betterplace ist eine Plattform, die das Sammeln von Spenden für verschiedene Anliegen ermöglicht. Während bei betterplace.me jede*r Spenden sammeln kann, ist betterplace.org nur für gemeinnützige Organisationen gedacht.
Betterplace.me umfasst folgende Kategorien: Tiere, Kunst und Kultur, Gesundheit, Freiwilligendienst, Kinder und Familie, Bildung, Gedenkfeiern, Wünsche, Nachbarschaft, Notfälle, Sport und Wettkampf.
Um eine Kampagne anzulegen, müsst ihr einen Zielbetrag festlegen, eine Beschreibung und ein Foto hinzufügen und die Zahlungsmethoden auswählen. Eine Kampagne kann nur mit einem dauerhaften Wohnsitz in Deutschland oder Österreich angelegt werden.
Die Kampagne könnt ihr über E-Mail, per WhatsApp und Social Media teilen. Ihr bekommt die Spenden auch im Fall eines nicht erreichten Ziels.

Spendenseite
Spendenseite ist eine App, um Spendenaktionen für die Nachbarschaft, den Sportverein oder einen guten Zweck zu organisieren. Die Kategorien von Spendenseite sind: Nachbarschaft & Umgebung, Tiere, Guter Zweck, Medizinisch, Bildung, Persönlich, Reisen und Sport.
Wenn ihr ein Spendenziel habt, könnt ihr euch registrieren und eine Aktion erstellen und teilen. Jede*r kann Spenden sammeln. Bei Spendenseite.de muss man keinen Wunschbetrag festlegen.

Leetchi
Leetchi ist eine online Sammelkasse für solidarische Projekte, Gruppengeschenke oder Gemeinschaftsausgaben. Sie ist also nicht nur für Spendenkampagnen gedacht, sondern auch für Geburtstage oder Hochzeiten.
Das gesammelte Geld kann online ausgegeben, auf ein Konto überwiesen oder direkt als Sammeltopf geschenkt werden.

Startnext 
Bei Startnext können Ideen, Projekte oder Unternehmen finanziert werden. Wer eine Finanzierung bekommen möchte, kann das Projekt anlegen und es in einem Video, mit Bildern und Texten beschreiben. Alle, die möchten, dass die Idee umgesetzt wird oder bleibt, unterstützen das Projekt mit einem freien Betrag.
Startnext eignet sich besonders für Gründer*innen, Unternehmer*innen und kreative Menschen und gibt ihnen die Möglichkeit sichtbar zu werden, eine Community aufzubauen, Kapital einzusammeln und ein Feedback und einen Markttest zu bekommen.

Steady
Steady bietet ein Mitgliedschaftsprogramm für Medienmacher*innen (Journalist*innen, Blogger*innen, Podcaster*innen…) an, damit sie ein regelmäßiges Einkommen für ihr Projekt bekommen und unabhängig bleiben. Steady bietet kein klassisches Crowdfunding an. Beim Crowdfunding unterstützt man ein Projekt einmalig – bei Steady ist die Unterstützung regelmäßig und zeitlich unbegrenzt.
Sich auf Steady anzumelden und ein Projekt zu starten, ist kostenlos.

Indiegogo
Indiegogo ist eine internationale Crowdfunding-Plattform, auf der Startups, Einzelpersonen oder Initiativen ihre Projekte finanzieren lassen können. Erfolgreich gefundete Produkte können über die Plattform auch verkauft werden. Sowohl Projektinitiator*innen als auch Projektunterstützer*innen müssen sich kostenlos auf Indiegogo anmelden. Für erfolgreiche Projekte entsteht für die Projektinitiator*innen eine Gebühr von 4% der gesammelten Summe. Für flexibel angelegte Crowdfunding-Projekte (am Ende erhält man die gesammelte Summe, auch wenn das Funding Ziel nicht erreicht wurde) zahlen Initiator*innen eine Gebühr von 9 % der erreichten Summe an Indiegogo. Für fix angelegte Projekte (nur bei erfolgreicher Voll-Finanzierung wird die Summe ausbezahlt), bei denen die geplante Summe nicht erreicht wurde, zahlen die Initiator*innen nichts.

Bei allen diesen Tools steht hinter jeder Aktion eine Einzelperson oder eine Organisation, die Spenden für das eigene Projekt sammeln möchte.

2. Aufteilen von gemeinsamen Ausgaben für Geburtstage, Ausflüge u.a.

Die Tools dieser Kategorie sind vornehmlich für einmalige und überschaubare Ereignisse gedacht und helfen bei der Abrechnung von tollen Gemeinschaftsereignissen sehr. Sie lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: Einige sind dafür gedacht, um Geld erstmal zu sammeln und dann auszugeben, andere ermöglichen das Teilen von Rechnungen.

2.1. Geld erstmal sammeln und dann ausgeben:

Paypal MoneyPool
Mit PayPal MoneyPool kann man Geld für Geburtstage, Reisen, Feiern und andere Ereignisse sammeln. Um einen MoneyPool zu erstellen, braucht eine*r von euch ein PayPal Konto. Die anderen können sich auch ohne Konto beteiligen. Der MoneyPool kann individuell gestaltet und per E-Mail, Facebook, Whatsapp oder SMS geteilt werden. Das gesammelte Geld könnt ihr zum Einkaufen ausgeben oder auf ein Bankkonto überweisen.

GroupPay
GroupPay bietet Gruppenreisenden die Möglichkeit zu buchen, ohne dass der Veranstalter in Vorlage treten muss.

SplitGo
Mit der App SplitGo könnt ihr eine Sammlung erstellen und eure Freund*innen dazu einladen. Die Teilnehmer*innen zahlen über Kreditkarte in der App ein. Wenn sich eine Person nicht beteiligen möchte und der Zielbetrag nicht erreicht wird, wird keine Kreditkarte belastet.

Diese drei Tools sind für Gruppen, die beispielsweise gemeinsame Ereignisse oder Urlaube planen. Jedes Gruppenmitglied zahlt in einen virtuellen Sammeltopf ein, aus dem am Ende bezahlt werden kann. Über das Geld entscheidet am Ende der/die Ersteller*in des Sammeltopfes allein.

2.2. Rechnungen teilen:

Tricount
Tricount ist dafür gedacht, Gruppenaktivitäten oder gemeinsame Ausgaben abzurechnen. Die App eignet sich besonders gut für Paare, Reisende oder Mitbewohner*innen, die Kosten teilen möchten. Sie zeigt den Saldo und wer wem was schuldet. Durch Benachrichtigungen wird jedes Gruppenmitglied informiert, wenn andere Ausgaben hinzufügen oder bearbeiten.

Splitwise
Splitwise ist eine App, mit der ihr den Überblick über die Ausgaben und Salden behalten könnt, die ihr mit Mitbewohner*innen, Mitreisenden, Gruppen, Freund*innen oder Familie teilt.

Kittysplit
Das Online-Tool Kittysplit ermöglicht das Aufteilen von gemeinsamen Ausgaben. Eine*r von euch legt ein Kitty an und pflegt die eigenen Ausgaben ein. Durch einen Link kann das Kitty mit anderen geteilt werden, damit sie auch ihre Ausgaben eintragen können. Das Tool zeigt, wer wem was schuldet.

Bunq
Die App Bunq ist dafür gedacht, Zahlungen mit anderen Nutzer*innen zu teilen. Ihr könnt alle eure Kartenzahlungen zu einer Slice Gruppe hinzufügen, um den Überblick zu behalten, wer wofür bezahlt hat.

Diese drei Tools sind für Gruppen, die gemeinsame Ausgaben hatten und im Nachhinein die Rechnungen teilen.

3. Gemeinsam Geld verwalten

Wenn es für euch um mehr als nur um das Sammeln von Geld oder das Teilen von Ausgaben geht, sind die zwei folgenden Tools sehr hilfreich. Diese bieten euch die Möglichkeit, das Geld zu sammeln und eure Finanzen als Gruppe gemeinsam und transparent zu verwalten.

Open Collective
Mit Open Collective kann man als Gruppe die Finanzen so verwalten, dass jede*r sehen kann, woher das Geld kommt und wohin es geht. Jede*r kann Belege oder Rechnungen online einreichen, die Ausgaben genehmigen oder ablehnen und ein transparentes Budget führen. Die Herausforderung: Man muss einen „financal Host“ mitbringen oder einen passenden finden, um den Geldstrom über dessen Bankkonto abzuwickeln.

elinor Gruppenkonto
Mit dem Gruppenkonto von elinor haben Initiativen, Projekte und Einmalaktionen die Möglichkeit, Geld schnell und einfach zu sammeln und gemeinsam zu verwalten. Ein*e Initiator*in richtet auf elinor eine Gruppe ein und lädt Gruppenmitglieder*innen ein. Jedes Gruppenmitglied hat jederzeit den Einblick in alle Ein- und Auszahlungen und es wird demokratisch und gemeinsam über Auszahlungen entschieden.
Das Gruppenkonto ist für: Umweltschutzgruppen, Schulklassen, Hauskassen, Bürgerinitiativen, Kindergartengruppen, Theaterkompanien, Selbsthilfegruppen, Hobbyclubs, Freizeitgruppen, Boyband-Fanclubs, Bürgerbegehren – für alle Interessensgemeinschaften.

Wie lässt sich das Ganze zusammenfassen?
Es gibt mittlerweile viele tolle Finanztools für Gruppenaktivitäten, die sich für verschiedene Situationen eignen. Jede*r muss herausfinden, welches Tool für das eigene Anliegen am besten passt.
Die Tools der ersten Kategorie haben eine große Reichweite. Wenn ihr eine kampagnenbasierte Einmalaktion starten möchtet, sind die ersten Tools genau richtig.
Wenn es für euch eher um das Teilen von gemeinsamen Ausgaben geht, empfehlen wir euch die Tools der zweiten Kategorie. Ihr müsst nur entscheiden, ob ihr im Voraus Geld sammeln oder im Nachhinein eure Rechnungen teilen wollt.
Wenn das noch nicht reicht, passen die letzten zwei Tools am besten. Sie sind für verschiedene Bedürfnisse geeignet, denn sie ermöglichen das Sammeln von Geldern und geben auch die Möglichkeit, die Finanzierungsmittel gemeinsam zu verwalten. Sie vereinen quasi die Möglichkeiten der ersten beiden Kategorien und erweitern diese um eine gemeinsame Verwaltung. Außerdem eignen sie sich besonders gut für längerfristige Projekte oder als Startpunkt für die Gründung einer eigenen Rechtsform. 

Beitrag von Lukas Kunert & Chiara Marchi

Photo by rupixen.com on Unsplash

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