November 2, 2022

Das Konto für Selbsthilfegruppen

Die Eröffnung eines Kontos für die Verwaltung gemeinsamer Ausgaben oder die Beantragung von Fördermitteln über die Krankenkassen stellt für Selbsthilfegruppen, die kein Verein sind, ein Hindernis dar. Mit dem Gruppenkonto bieten wir eine Alternative an. 

Selbsthilfegruppen sind freie Zusammenschlüsse von Menschen, die unter der gleichen Krankheit, Behinderung oder dem gleichen Problem leiden und sich regelmäßig treffen, um das zu bewältigen. Häufig sind auch die Angehörigen der Betroffenen in Selbsthilfegruppen organisiert. 

Warum brauchen Selbsthilfegruppen ein Konto? 

Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist in der Regel kostenlos. Allerdings können für die Gruppe Kosten entstehen (z.B. für die Raummiete), die auf die Teilnehmenden aufgeteilt werden. Dafür werden häufig bei jedem Treffen kleine Beträge gesammelt. Eine Barkasse oder ein privates Bankkonto dafür zu nutzen, ist keine gute Idee, denn dadurch hat man keinen guten Überblick. Viel besser wäre, die Beträge auf ein Konto zu überweisen, worauf einzelne oder alle Mitglieder Zugriff haben und das auch bei wechselnden Teilnehmenden eine gute Übergabe ermöglicht.

Gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen können auch finanzielle Fördermittel über die gesetzlichen Krankenkassen erhalten. Für deren Beantragung sind sie verpflichtet, ein eigenes Konto zu haben, denn Fördermittel dürfen nur noch auf ein für die Zwecke der Selbsthilfegruppe separates Konto überwiesen werden. 

Wie können Selbsthilfegruppen ein Konto eröffnen? 

In Deutschland können nur private oder juristische Personen ein Bankkonto eröffnen. Für Selbsthilfegruppen, die ein eingetragener Verein sind, ist das Eröffnen eines eigenen Kontos bei einer Bank kein Problem, denn sie sind eine juristische Person. Aber Gruppen, die keine Rechtsform haben, werden von der Bank leider abgelehnt. 

Es gibt zum Glück einige Alternativen: Krankenkassen können ein Unterkonto eines Girokontos, ein Sparkonto oder ein von einem Treuhänder eingerichtetes Konto akzeptieren. Mit dem elinor Gruppenkonto stellen wir eine weitere Alternative zur Verfügung. 

Das Gruppenkonto für Selbsthilfegruppen 

Dank unserem rechtlichen Rahmen ermöglichen wir, losen Gruppen und Projekten aller Art, digitale Zahlungsmittel gemeinsam zu verwenden. Wie das geht? Einfach: Jede*r Nutzer*in der elinor Plattform wird bei der Registrierung Mitglied im elinor Treuhand e.V. Er ist das rechtliche Gefäß, welches die Gelder seiner Mitglieder treuhänderisch verwaltet.

So legt ihr direkt los: Ein*e Initiator*in registriert sich auf der elinor Plattform, gründet eine Gruppe und lädt Gruppenmitglieder ein. Alle Mitglieder eines Gruppenkontos haben jederzeit Einblick in alle Ein- und Auszahlungen. Dadurch ist ein Vier- oder Mehraugenprinzip immer gewährleistet. Mitglieder, die nicht mehr aktiv sind, können mit einem Klick die Gruppe verlassen und das Gruppenkonto kann von den Bleibenden weitergeführt werden oder es können jederzeit neue Mitglieder eingeladen werden. Über alle Auszahlungen wird gemeinsam und demokratisch entschieden, aber bei Bedarf könnt ihr festlegen, wer über die Zahlungen bestimmen soll. 

Selbsthilfegruppen dürfen für die eigene Finanzierung auch Spenden sammeln. Auch dabei unterstützt euch das Gruppenkonto! Ihr könnt den Link zu eurem elinor-Gruppenprofil mit allen teilen und auf euch aufmerksam machen. Eure Unterstützer*innen finden hier eure Bankverbindung oder ein Spendentool und können direkt überweisen. 

Das ist genau das, was ihr braucht? Dann erstellt jetzt euer Gruppenkonto! Weitere hilfreiche Informationen findet ihr auch in unseren FAQ oder schaut euch unsere How-To-Videos an. 

 

 

Beitrag von Chiara

Photo by Parabol on Unsplash

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