Basiswissen rund um Fundraising

Dass „Fundraising“ etwas mit dem Sammeln von Spenden zu tun hat, ist uns allen geläufig. Im Mittelpunkt steht die Einwerbung finanzieller Mittel. Doch Fundraising ist noch viel mehr. Im weiten Sinne können sämtliche Mittel für den guten Zweck – auch Sach- oder Zeitspenden –„gefundraised“ werden. Fundraising ist also gewissermaßen Netzwerk-Arbeit. Es wird sowohl von gemeinnützigen Organisationen unterschiedlicher Größe als auch von kleinen losen Gruppen betrieben. Um beim Fundraising so systematisch und effizient wie möglich vorzugehen, gibt es abhängig vom Organisations- bzw. Gruppentyp und Fundraising-Ziel unterschiedliche Möglichkeiten.

Welche Tools für digitales Fundraising eignen sich für uns am besten?

Auf Plattformen wie betterplace oder Gofundme könnt ihr schnell eine Kampagne starten, indem ihr ein Spendenziel und eine Zeitdauer festlegt sowie Fotos und Informationen zu eurem Vorhaben hinzufügt. Auf betterplace.me sammelt ihr Spenden für eine Privatperson, Gruppe oder Gewerbe. Hier erhaltet ihr die Spenden selbst. Deswegen sind diese dann steuerlich nicht absetzbar. Wenn ihr für eine gemeinnützige Organisation wie z.B. UNICEF Spenden sammelt, solltet ihr betterplace.org nutzen. Die Spenden gehen in diesem Fall an die Organisation und die Spender*innen erhalten eine Spendenbescheinigung. Auf Gofundme könnt ihr für euch selbst, einen anderen Menschen, ein Haustier, eine Firma oder eine Non-Profit-Organisation Spendenkampagnen erstellen.

Auch mit dem Gruppenkonto könnt ihr unkompliziert eine digitale Sammelkasse für Menschen und Projekte eröffnen, die euch am Herzen liegen. Euer Vorteil: Das Gruppenkonto ist an kein privates Bankkonto gebunden. Auch legt ihr für das Gruppenkonto keine Zeitdauer fest, sondern könnt es langfristig für eure Projekte nutzen. Außerdem, falls ihr eine Fundraising-Aktion woanders startet, könnt ihr das Gruppenkonto als Zielkonto nutzen, damit das gesammelte Geld auf kein privates Bankkonto fließt.

Fundraising geht aber nicht nur online! Ihr könnt z.B. einen Kuchenverkauf, ein Fest oder einen Spendenlauf organisieren. Das sind schöne Veranstaltungen, die Spaß machen, und euch den direkten Kontakt mit potenziellen Spender*innen ermöglichen. Wenn ihr so etwas plant, solltet ihr allerdings den Zeit- und Ressourcenaufwand nicht unterschätzen. Als Alternative könnt ihr unkompliziert eine Fundmate-Aktion starten. Ihr stellt euren Freund*innen und Bekannten vor, was ihr machen möchtet, und fragt, ob sie euch mit der Bestellung einer Fundmate-Box – bestehend aus nachhaltigen Produkten – unterstützen. Alles, was über den Warenwert der Produkte in der Fundmate-Box hinausgeht, unterstütz somit euer Projekt. Auch hier kann das Gruppenkonto allen Fundraiser*innen bei der Übersicht und gemeinsamen Verwaltung der Gelder behilflich sein.

Schlussendlich braucht eine erfolgreiche Fundraising-Kampagne gute Kommunikationsarbeit. Erzählt anderen Menschen von eurem Anliegen, kontaktiert die lokale Presse und teilt den Link zu eurer Aktion oder eurem Gruppenkonto per E-Mail, in Messengern oder den sozialen Medien. Gerade auf Social Media lohnt sich der Einsatz von viel Bildmaterial.

Ganz wichtig für die Zeit nach eurer Kampagne: Berichtet so transparent wie möglich über die Verwendung der eingeworbenen Mittel. So könnt ihr Spender*innen auch langfristig erreichen und Vertrauen schaffen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Fundraising und Crowdfunding?

Die Grenze zwischen Fundraising und Crowdfunding verschwimmt oft ein wenig. Der Hauptunterschied liegt darin, wie das Geld ausgeschüttet wird. Crowdfunding funktioniert nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Das heißt: Wenn die festgelegte Zielsumme nicht erreicht wird, bekommen die Initiator*innen der Crowdfunding-Kampagne kein Geld. Beim Fundraising gilt hingegen der Zielbetrag als Orientierung für die Unterstützer*innen, die so sehen können, wie viel Geld gebraucht wird. Hier gilt aber, dass jeder gespendete Euro auch eingesetzt wird, selbst wenn die Zielmarke nicht vollständig erreicht worden ist.

 

 

Photo by Parabol on Unsplash

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