Wir ermöglichen Gruppen von Menschen, die initiativ werden möchten, digitale Zahlungsmittel gemeinsam zu verwenden und geben ihnen die Möglichkeit, auch ohne Rechtsform schnell und einfach ein Projekt zu starten. Hier erzählen wir euch von der Slowflower-Bewegung, die fast zwei Jahre lang das Gruppenkonto genutzt hat und jetzt auf dem Weg zur Vereinsgründung ist.

In der Slowflower-Bewegung schließen sich Flowerfarmer*innen, Florist*innen und Blumengärtner*innen in einem bunten Kollektiv zusammen. Eine Leidenschaft eint sie: Regionale Schnittblumen frei von Pestiziden und Giften. „Die Slowflower-Bewegung ist unser Weg, uns für Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit im Schnittblumenanbau und -vertrieb einzusetzen. Wir möchten durch unseren Zusammenschluss Aufmerksamkeit und Aufklärung schaffen, uns gegenseitig unterstützen und stärken und dabei eine breite Öffentlichkeit erreichen.“ – erklären sie.
In ihren Blumenfeldern schonen die Slowflower-Menschen den Boden, sie bauen Humus auf, schützen Insekten und Vögel und bieten den Tieren Lebensraum. Sie leben und arbeiten dabei im Rhythmus der Natur und machen im Verkauf auf die Saisonalität aufmerksam.

Das Projekt wurde 2019 von Bernhard und Maike Rohkemper von Gabel und Spaten, Katharina Funk von Aus dem Garten , Imke Und Reuben Glaser von Mayda Blumenfarm, Malin Lüth von Wildling Blumen, Chantal Remmert von Erna Primula, Sabeth Flath von Floreley und Anne Oberwalleney von Ikoflowers gestartet. Das Ziel war klar. „Schnittblumen sind zur Massenware geworden: billig, uniform und jederzeit verfügbar. Die Blumen stammen aus Ländern, wo Böden, Seen und Naturschutzgebiete mit den Spritzmittelrückständen aus den Monokulturen vergiftet werden. Zudem gibt es dort keine oder unzureichende Schutzkleidung sowie Niedriglöhne und Ausbeutung. Es gibt in diesem Bereich leider kaum Aufklärung, Information oder Öffentlichkeitsarbeit. Das möchten wir ändern.“ 

Seit der Gründung hat sich die Slowflower-Bewegung rasend entwickelt. „Die Website kam und es gab Bewegung in der „Kerngruppe“. Es brauchte Vertreter für die Schweiz und Österreich, die sich entschlossen hatten, mit uns als deutschsprachige Bewegung mitzumachen. Ziemlich schnell musste das Thema Geld gelöst werden. Wo sollten die Geldeingänge und die Mitgliedsbeiträge landen, über die wir z.B. die Website finanzieren? Dafür haben wir zunächst elinor genutzt.“ – erzählt Anne Oberwalleney. „Eine Person in der Gruppe kannte euch schon und hat diese Plattform empfohlen. Das Gruppenkonto ist für eine informelle Zusammenkunft eine gute Möglichkeit, Geld unbürokratisch und doch transparent zu sammeln und die demokratische Verwaltung des Vermögens unterstützt ebenfalls die Transparenz.“ – sagt Peggy Giertz.

Die Slowflower-Bewegung ist jetzt auf dem Weg zur Vereinsgründung. Peggy hat vor ein paar Wochen eine Satzung ausarbeitet und Anfang 2022 sollte die Initiative schon eine Rechtsform haben.

Wir von elinor sind sehr stolz darauf, so eine tolle Gruppe bis hierhin begleitet zu haben und ihr die Möglichkeit gegeben zu haben, Gelder transparent und einfach zu verwalten. Denn unsere Idee ist: Es braucht keine Rechtsform oder Institution, um sich für etwas Gutes einzusetzen, sondern nur eine Gruppe von Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben.

 

Weitere Informationen zur Slowflower-Bewegung findet ihr unter www.slowflower-bewegung.de oder auf Instagram: slowflowerbewegung.

 

 

Beitrag von Chiara Marchi 

 Foto: Slowflower-Bewegung

 

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