Ihr möchtet eine Initiative starten, um bspw. Menschen aus der Ukraine zu helfen? Setzt eure Idee mit dem elinor Gruppenkonto um. Wir erklären euch, wie das funktioniert.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine erleben wir alle ein Gefühl der Machtlosigkeit und fragen uns, was wir tun können. Viele spenden z.B. Geld oder Kleidung, bieten Fahrmöglichkeiten an oder leisten als Übersetzer*innen Hilfe. Durch die von uns gegründete Initiative #Unterkunft Ukraine stellen Hunderttausende Menschen mehr als 360.000 Betten zur Verfügung und heißen Geflüchtete aus der Ukraine bei ihnen willkommen. Gleichzeitig entstehen immer wieder neue Initiativen, die sich für die vom Krieg betroffenen Menschen einsetzen. Für uns ist es besonders schön, zu sehen, dass auch das elinor Gruppenkonto ein wirksames Mittel darstellt.

Wir fördern Solidarität und bürgerschaftliches Engagement und wollen, dass Menschen aktiv werden, um eine bessere Gesellschaft zu gestalten. Guten Projekten soll nichts mehr im Weg stehen. Deshalb stellen wir Gruppen und jungen Initiativen das Gruppenkonto zur Verfügung. Menschen, die eine Initiative starten, sind weder eine private noch eine juristische Person. Dabei können nur Privat- oder juristische Personen in Deutschland ein Bankkonto eröffnen. Mit dem elinor Gruppenkonto lösen wir das.

Die Nutzung des Gruppenkonto ist einfach und für alle zugänglich. Wenn ihr eine Idee habt, wie ihr helfen könnt, registriert ihr euch auf der elinor Plattform und gründet eine Gruppe. Ihr könnt alle Menschen einladen, die Einblick in die Transaktionen und ein Stimmrecht über die Auszahlungen haben sollen. Nach der Einrichtung teilt ihr einfach eure Kontodaten z.B. per WhatsApp oder auf euren Social-Media-Kanälen und alle können direkt einzahlen. Sobald ihr Geld auszahlen möchtet, erstellt ihr eine Anfrage, alle Mitglieder eurer Gruppe werden benachrichtigt und um Zustimmung gebeten. Das ermöglicht euch ein Mehraugenprinzip und eine demokratische Verwaltung eurer Gelder.

Die Struktur des Gruppenkontos hat uns selbst in den letzten Jahren ermöglicht, schnell Hilfe zu leisten. Als 2019 Fridays for Future Deutschland mit Bußgeldverfahren bedroht wurde, starteten wir sofort einen Solidarfonds und hatten breite Unterstützung aus der Bevölkerung. Ebenso riefen wir am ersten Tag des Lockdowns im März 2020 die KunstNothilfe für Künstler*innen ins Leben und zahlten nach drei Tagen die ersten Gelder aus.

Diese Erfahrungen beweisen uns, dass es nur die richtigen Strukturen braucht, um Menschen zu mobilisieren. Zeigen wir, was alles möglich ist.

Hier findet ihr eine detailliertere Anleitung, um mit dem Gruppenkonto sofort loslegen zu können. Auf der Plattform könnt ihr außerdem sehen, welche Gruppen schon gegründet wurden, um bspw. den Menschen aus der Ukraine zu helfen. Für jede Gruppe findet ihr die Bankdaten und könnt sie direkt unterstützen.

 

 

Beitrag von Chiara Marchi

Photo by Rémi Walle on Unsplash

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